Die Schonfrist ist vorbei: Das BFSG ist Realität – Ist deine Website konform?

Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Checke jetzt, ob deine Website oder dein Shop Bußgelder riskiert.

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Der Stichtag liegt bereits hinter uns: Seit dem 28. Juni 2025 ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Dieses Gesetz war ein echter Wendepunkt, da erstmals auch die Privatwirtschaft gesetzlich verpflichtet wurde, ihre Produkte und Dienstleistungen barrierefrei anzubieten.

Während früher vor allem Behörden Vorgaben erfüllen mussten, sieht die Realität heute, im Februar 2026, anders aus: Die Übergangsphase ist beendet. Doch was bedeutet das konkret für dein Gewerbe, wenn du die Umsetzung bisher aufgeschoben hast?

Das BFSG setzt den "European Accessibility Act" (EAA) in deutsches Recht um. Es betrifft Produkte und Dienstleistungen, die für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen essenziell sind. Entscheidend für viele Unternehmen ist nach wie vor die Einstufung als "Leistungserbringer".

Das betrifft dich direkt, wenn du digitale Services für Verbraucher anbietest, wie zum Beispiel:

  • Apps
  • Onlineshops
  • Websites
  • Vertragsrelevante Dokumente (z. B. PDFs im Kundenbereich)

Der schnelle Selbst-Check:Können Nutzer auf deiner Website aktuell:

  • Termine vereinbaren?
  • Sich in einen Kundenbereich einloggen?
  • Über ein Kontaktformular, Chat oder Rückrufservice Kontakt aufnehmen?

Wenn du eine dieser Fragen mit "Ja" beantwortest und sich deine Angebote an Verbraucher richten, müssen deine Website, dein Onlineshop oder deine App barrierefrei sein.

Achtung bei Nicht-Einhaltung:Da das Gesetz nun aktiv ist, schauen die Marktüberwachungsbehörden genauer hin.

  • Bei Verstößen kann die Bereitstellung deines Dienstes eingeschränkt oder untersagt werden.
  • Es drohen Bußgelder von 10.000 bis zu 100.000 €.
  • Verbraucher und Verbände können Verstöße aktiv melden.

Es gibt Ausnahmen für Kleinstunternehmen (weniger als 10 Beschäftigte, max. 2 Mio. € Umsatz), aber diese müssen proaktiv angezeigt werden und gelten nicht für reine Produkthersteller.

Fazit: Wenn du noch nicht konform bist, ist es jetzt im Jahr 2026 höchste Zeit, das Risiko zu minimieren. Im nächsten Artikel schauen wir uns an, warum das nicht nur eine lästige Pflicht ist, sondern gerade jetzt eine enorme wirtschaftliche Chance für dich bietet.

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